Erfolgreich Traden

„Im Einkauf liegt der Gewinn“, das ist einer der wichtigsten Slogans für jeden Handel, insbesondere auch an der Börse. Das ständige Achten auf aktuelle Nachrichten, die einen Einfluss auf Kurse einzelner Unternehmen haben könnten, hat ja seine Berechtigung, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Schaut man sich einen langfristigen Chart eines einzelnen börsennotierten Unternehmens oder auch des DAX gleichsam als Börsenbarometer an, stellt man in fast allen Fällen große Zyklen mit Wellenlängen von mehreren Jahren fest.

Innerhalb eines Kanals zwischen einem minimalen und maximalen Kurswert pendelt so eine Aktie beispielsweise in langen Wellen hin und her. Daraus ergibt sich dann auch für den langfristig orientierten Trader in der Nähe des Minimums der ungefähre Einstiegskurs, an dem das Wertpapier gekauft werden sollte. Und umgekehrt weist so ein Chart auch jenes Kursniveau aus, das als Verkaufssignal verstanden werden sollte.

© ra2 studio (fotolia.com)

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Nun ist der gemeine Trader aber nicht besonders langfristig orientiert. Er hat sozusagen gar keine Zeit, beispielsweise 4 Jahre lang zu warten, bis sein favorisiertes Papier endlich am Minimum angekommen zum Kauf einlädt. Wer die Chaos-Theorie ein wenig kennt, weiß, dass sich die großen Strukturen auch in mittelgroßen und sogar in sehr kleinen Dimensionen immer wieder ähnlich wieder finden lassen.

Diese Tatsache erfüllen gerade auch die Börsen-Charts. Auch ein 3-Monats-Chart zeigt im Grunde die gleichen Pendelbewegungen wie ein 10-Jahres-Chart oder ein Tages-Chart. Das bedeutet, dass ein Trader in jeder beliebigen Zeitdimension Geld verdienen, aber auch verlieren kann. Wer erfolgreich Traden will braucht auch eine professionelle Chartsoftware wie z.b. Metatrader.

Wegen der Gebühren beim Aktienkauf, sie liegen in der Summe für den Normalbürger immerhin zwischen 2 und 3 Prozent, macht es aber keinen Sinn, sehr kurzfristig mit Aktien zu handeln, um vielleicht einen Kurssprung von 2 Prozent nutzen zu wollen. Diesen Umstände wurde damit Rechnung getragen, in dem ganz andere Finanzprodukte speziell für Trader entwickelt wurden, z.B. Bitcoin Binary Options.

Die Rede ist hier z. B. von „Exchange-traded fund“ (ETF) und „Contract for difference“ (CFD). Sie bieten auch die besondere Möglichkeit, nicht nur bei steigenden Kursen Gewinne zu erzielen, sondern auch bei fallenden Kursen. Im Prinzip funktioniert das über so genannte Leerverkäufe, d. h. es werden Wertpapiere zu einem Zeitpunkt des vermuteten

Höchststandes verkauft, die aber gar nicht im Depot vorhanden sind. Diese gleichsam „geborgten“ Wertpapiere müssen dann zu einem späteren Zeitpunkt eingekauft und damit sozusagen „zurück gezahlt“ werden. Wenn der Abgang an der Börse tatsächlich nachhaltig war, können diese Papiere dann zu einem deutlichen geringeren Kurs eingekauft werden, und in der Differenz liegt natürlich der Gewinn.